Wie wir uns mit der digitalen Welt anfreunden

und uns in ihr zurechtfinden müssen

von Jochen Breunig

 

 

Das Coronavirus legt die Welt, wie wir sie kennen, lahm. Zumindest in physischer Hinsicht. Tagtäglich überschlagen sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Staaten und Länder verhängen Ausgangssperren, Verbote und geben streng anlautende Empfehlungen an die Bürger raus.

Die Menschen sollen und müssen zum Teil zu Hause bleiben. Wir wollen GEMEINSAM das Virus an der Ausbreitung hindern und alle an einem Strang ziehen. Dem Menschen als soziales Wesen fällt das durchaus schwer. An sich auch erstmal nicht verwerflich, wurden wir doch erzogen, um mit unseresgleichen zu interagieren.

In einer Situation, wie es die aktuelle hergibt, ist das nicht mehr ohne weiteres möglich. Oder? Können wir das Ganze nicht in ein anderes Medium verlagern? Müssen soziale Interaktionen denn immer face to face stattfinden?

Die Verlagerung des alltäglichen Lebens ins digitale Medium

Die Welt digitalisiert sich weiter und so auch Angebote zur Bildung und zur Freizeit. Während die Wirtschaft angesichts der behördlichen Anordnungen derzeit massiv zu leiden hat, werden einzelne Unternehmen kreativ und beginnen zumindest mit dem Umdenken.

Den Mitarbeitern Homeoffice zu ermöglichen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Remote-Arbeitsweisen haben gerade in der aktuellen Lage mehrere Vorteile. So werden erstens die Arbeitnehmer geschützt und zweitens Ansteckungswege vermieden. Flatten the curve. Hinzu kommt, dass sich die Menschen zwangsläufig mehr mit Tools beschäftigen müssen, über die sie auch remote noch effizient(er) arbeiten können. Hat sich das Tool einmal etabliert spricht nichts dagegen, dieses auch in Zukunft partiell weiter zu benutzen.

Physische Welt

Ganze Branchen digitalisieren sich

(neu)

Die digitale Transformation eröffnet aber auch gänzlich neue Formate. Während die Veranstaltungs- und Freizeitbranche derzeit mitunter am meisten darunter leidet, dass Events und Versammlungen verschoben oder gänzlich abgesagt werden, beginnen nun viele damit, ihr Angebot umzugestalten, statt überhaupt kein Angebot zu liefern.

 

Konzerte werden via Live-Stream im Internet übertragen — natürlich ohne Zuschauer, dafür aber mit der Schaffung von zumindest zeitweiligen Arbeitsplätzen. Streamingdienste erhöhen ihr Angebot und kommen Nutzern mit der Aufstockung der Möglichkeiten ihres Accounts entgegen. Lieferdienste bringen das Essen kontaktlos bis vor die Haustür. Kinobetreiber bieten Kunden kostenpflichte Streams auf den eigenen Fernseher. Fitnessstudios und Vereine drehen Videos, damit ihre Mitglieder Online-Kurse wahrnehmen und zu Hause Sport machen können.

 

Natürlich entstehen derartige Maßnahmen im Moment aus der Not heraus; all diese neuartigen Angebote sind Schadensbegrenzung. Doch — und das schafft diese Branche derzeit mehr als andere — motivieren solche Unternehmen mit ihren digitalen Angeboten die Menschen dazu, isoliert zu Hause zu leben. Denn genau diese Maßnahme ist derzeit wichtiger denn je.

 

Digitale Infrastrukturen wichtiger denn je

 

Im Zuge dessen sind wir allerdings auch mehr denn je auf eine gut funktionierende digitale Infrastruktur angewiesen. Und gerade hier bekleckert sich gerade Deutschland nicht mit Ruhm. Investitionen in Infrastruktur sind heute mehr denn je notwendig, um schritthalten zu können mit den Entwicklungen auf Applikationsseite und internationalem Wettbewerb.

Physische Welt

Dieses “Digital” wird nicht mehr weggehen

Das zeigen uns allerspätestens die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie.

Sinnvoll wäre es daher, sich eher früher als später der digitalen Transformation zu widmen — und zwar nicht nur auf dem Papier oder abwartend bis sie bei uns ankommt.

Lasst sie uns gemeinsam proaktiv und positiv für die Gesellschaft gestalten, statt es anderen zu überlassen!

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