Digitale Sprachassistenten

Eine Thematik welche vor allem in Deutschland skeptisch betrachtet wird. Während der amerikanische Skillstore bereits mehr als 60.000 Applikationen führt, hinkt die deutsche Plattform mit ca. 10.000 hinterher. Welchen Mehrwert bietet die KI gesteuerte Sprachassistenz und sind die Bedenken gerechtfertigt?

Smart – Die wohl vielseitigste Begrifflichkeit der Moderne

Die Vernetzung zwischen digitalen und analogen Lebensräumen ist seit dem Beginn der Industrialisierung 4.0 im Jahr 2011 in einer sich stetig verändernden und wachsenden Entwicklung. Beinahe täglich erhalten wir die Möglichkeit unterschiedliche Lebensbereiche durch digitale Devices zu ergänzen. Dabei reicht das Angebot von Smart Home, Smart Office bis hin zu Smart Tab Technologien. Smart – die wohl vielseitigste Begrifflichkeit der Moderne.

Gründe der Ablehnung

Während Smart Home Systeme besonders in vielen Haushalten Einzug erhalten haben, steht die Bevölkerung der KI gestützten Spracherkennung skeptisch gegenüber. Nur langsam wächst der Kundenstamm von Amazon, Google, Apple und Microsoft, welche sich mit ihren Sprachassistenten und Assistentinnen Alexa, Google Assistant, Siri und Cortana das Marktsegment streitig machen.

 

Die Gründe der Ablehnung reichen hierbei von Bedenken gegenüber dem Datenschutz bis zur Angst von Dritten abgehört zu werden. Besonders letzteres wurde durch negative Schlagzeilen der Nachrichtenagentur Bloomberg befeuert. Das Medienunternehmen veröffentlichte Insights aus Interviews mit ehemaligen Amazon Mitarbeitern. Diese bestätigten, dass der Multi- Milliarden Dollar Konzern Aufnahmen der Smart Speaker auswertet und anschließend dem Algorithmus des Sprachassistenten wieder hinzufügt. Auf diese Weise unterliegt aber eben die KI einem kontinuierlichem Lernprozess und vergrößert das Anwendungsgebiet von Alexa.

Privatsphäre

Die Angst Fremden Zugriff in sie zu gewähren

– Aber machen wir das nicht schon allein durch die tägliche Nutzung unseres Smartphones?

 

Jedes moderne Mobile-Phone enthält mehr Technik und Möglichkeiten um als „Trojaner“ zu dienen, schließlich geben die Geräte auch noch den Standort auf wenige Meter genau aus. Aber die Geräte sind eben nicht im eigentlich Zweck dafür entwickelt, ständig mit einem halben offenen Ohr im Raum mitzuhören, das dürfte einer der Gründe sein, warum die kleinen „Wanzen“ wie Alexa & Co dann doch eher kritisch beäugt werden. Dazu kommt, dass sich einige Hersteller wie z.B. Apple eine durchaus glaubwürdige Datenschutz-Strategie aufgebaut haben, was die Nutzung eines iPhones angeht.

 

Befürworter digitaler Sprachassistenten sind überzeugt von den Use Cases der kleinen Helfer: Musik abspielen, Nachrichten und Sportergebnisse abrufen oder auch das Backrezept der Schokoladentarte vorlesen lassen. Alles möglich, während man gerade duscht oder Teig-verklebte Hände hat.

Welche Vorteile gibt es?

Besonders für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung, welche in der Feinmotorik der Hände körperlich eingeschränkt sind, bieten Siri, Cortana und Co. einen echten Mehrwert. Touchscreens und digitaler Content verlangen zielgenaue Bewegungen und Interaktionen mit den Devices, welche für die User nur schwierig umsetzbar sind. Mit Hilfe von Sprachassistenten kann speziell bei dieser Zielgruppe die individuelle Eigenständigkeit gefördert werden.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass KI gesteuerte Sprachassistenten das wohl beste Beispiel der zweiseitigen Medaille der Moderne darstellen. Mit vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten ergibt sich die Rentabilität für Unternehmen durch das kollektive sammeln und speichern (personenbezogener) sensibler Daten – auch sorgt der einfache Zugriff auf Dienste für eine steigende Nutzung dieser.

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